21. April 2024

Konflikte lösen, ohne Gewalt!

Projekte 2023 > Konflikte lösen, ohne Gewalt!

Konflikte, Diskriminierungen, Mobbing, und Gewalt gehören leider an Schulen, in Vereinen und Jugendgruppen zum Alltag dazu. Häufig sind die Jugendlichen in solchen Situationen überfordert und reagieren mit Gewalt, da sie keine anderen Handlungsmöglichkeiten kennengelernt haben.

Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen, Ausgrenzungen und Diskriminierungen, die das Klassenklima belasten.

Mit diesem Projekt werden der Zusammenhalt und die Integration der multikulturellen Klassen gefördert. So soll ein nachhaltigeres Ergebnis erreicht werden, um ein harmonisches und wertschätzendes Miteinander zu fördern.
Es fehlen ein selbstbewusstes Auftreten, die richtigen Handlungsstrategien, um angemessen auf Beleidigungen, Unrecht und Diskriminierung zu reagieren.
Oft werden durch Empathie und selbstbewusstem Aufzeigen von Grenzen, Konflikte und Übergriffe verhindert.

Vorbereitungsphase: (März 23)
Gespräche mit der Kursleiterin Frau Gebhard
Detaillierte Abstimmung des Projekts mit den Tutorinnen und Tutoren der involvierten Klassen
Klärung des zeitlichen und örtlichen Rahmens mit Schulleitung:
(Wochentag, Unterrichtsstunden, Räumlichkeiten)
Information und Einbeziehung der Schulsozialarbeiterin sowie der
Pädagogischen Fachkräfte in das Projekt
Elterninformation (Elternabend, Elternbrief)

Vorstellung des Projektes im Rahmen einer Dienstbesprechung

Hauptphase: Mitte März 2023 bis Dezember 2023)
Die Schüler*innen sollen durch das Projekt positive Konfliktlösestrategien kennenlernen, selbstbewusster und selbstsicherer werden.
Sie sollen eine gesteigerte Wahrnehmung eigener Gefühle und Bedürfnisse erlangen. Auch die eigene Reaktionen und der Umgang mit Stress soll erlernt werden, um in derartigen Situationen noch handlungsfähig und ruhig zu bleiben.
Durch das wachsende Gemeinschaftsgefühl und das gestärkte Selbstbewusstsein sollen sich sie sich innerhalb und außerhalb der Schule gegenseitig stützen und füreinander eintreten und Verantwortung übernehmen.
Die Teilnehmer werden mit Hilfe von Spielen, Filmsequenzen und Rollenspielen an die Themen Gewaltprävention, Kommunikation, Konfliktlösestrategien, Selbstbehauptung, Stress und Deeskalation herangeführt.
Durch gemeinsames Training, Kooperations- und Teamspielen soll ein Wir-Gefühl entwickelt werden, die Beteiligten lernen aufeinander zu achten und sich für ein Miteinander zu engagieren. Nur gemeinsam kann man manche Ziele erreichen. Sie lernen sich gegenseitig zu unterstützen und auch Hilfe anzunehmen. Die Teilnehmenden lernen die unterschiedlichsten Möglichkeiten kennen um eine Konfliktsituation zu lösen. Anhand verschiedener Szenarien und Übungen, lernen sie sich in die Situation anderer (Täter-, Zuschauer- und Opferrollen) hinein zu versetzen und deren Gefühle zu verstehen. Sie üben konkrete Handlungsoptionen ein, um in Konfliktsituationen angemessen zu reagieren.
Auf spielerische Weise sollen Kinder Regelverhalten, Selbstkontrolle, Bedürfnisaufschub, soziale Wahrnehmung, Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen, das Erkennen und Benennen von Gefühlen, Hilfeverhalten und Kooperation sowie Konfliktmanagement und Problemlösekompetenzen in schulischen Alltagssituationen erlernen und üben.
Die Klassen können sich mit eigenen, erlebten Konflikten beschäftigen und Konfliktlösestrategien, anhand des Gelernten entwickeln.
Sie können ausprobieren, welche Handlungsstrategien zu der jeweiligen Situation passen.

Das Projekt soll im Juni/Juli 2023, je einen Vormittag,
für die drei 5. Klassen und die drei 6. Klassen stattfinden.

Im Herbst 2023 werden die neuen Fünftklässer (Annahme: drei Klassen) geschult.

Inhalt:
Erfahrungsaustausch zum Thema Konflikte
Gewaltbarometer
Eisbergmodell Übung zur Empathieförderung
Entstehung und Umgang mit Stress
Urzeit- und Neuzeitmodell
Szenarientraining
Körpersprache/Selbstbehauptung/Grenzen setzen
GFK
Übungen und Rollenspiele, um Gelerntes unter Stress anzuwenden
Konfliktgespräche führen (spiegeln, nachfragen, wiederholen, aktives Zuhören…)
Kommunikation (Nachrichtenübermittlung)

Nachbereitungs- und Nachhaltigkeitsphase: (Juli 2023 bzw. Herbst 2023)
Im späteren Unterricht wird noch einmal gezielt über Erlebnisse und die Anwendung, der Konfliktlösestrategien in der Schule und im Alltag gesprochen.
In eventuell, aktuellen Konflikten, wird von den Lehrkräften, bezugnehmend auf das Gelernte, nach Handlungsstrategien gefragt, um diese immer wieder in Erinnerung zu rufen und zu festigen. Die Lehrkräfte werden Inhalte von diesem Projekt in ihre pädagogische Arbeit miteinbeziehen.

Das Projekt soll nach einer Evaluations- und Anpassungsphase zukünftig jährlich beantragt und fest im Präventionskonzept der Schule unter Mitwirkung aller Gremien implementiert werden.

Gender Mainstreaming:
Gender Mainstreaming spielt auch im Umgang mit Konflikten eine Rolle, denn die Konflikte selbst und auch die Handlungsstrategien können im Bezug auf unterschiedlichen Lebenslagen von Schülern und Schülerinnen und die Auswirkungen auf beide Geschlechter unterschiedlich sein. Bei der Durchführung und Bewerbung des Projektes wird auf geschlechtssensible Sprache und Darstellung geachtet.

Diversity Mainstreaming:
Es wird auf die jeweiligen Unterschiede der einzelnen Schülerinnen und Schüler, (Kultur, Herkunft, Alter, körperliche Befähigung), bei den verschiedenen Übungen eingegangen und die unterschiedlichen Bedürfnisse berücksichtigt.

Umsetzung unter Pandemiebedingungen
Das Projekt ist auch unter Pandemiebedingungen unter Beachtung eines möglichen Hygieneplans für Schulen (AHA) möglich.

Digitale Umsetzung
Eine digitale Umsetzung des Projekts ist nur sehr eingeschränkt möglich. Einzelne Elemente des Trainings, wie beispielsweise Filmebeiträge oder Diskussionen könnten teilweise über das landesweite Videokonferenzsystem (Bigbluebotton) abgebildet werden.