3. Februar 2023

Nie mehr sprachlos – souverän argumentieren

Projekte 2021 > Nie mehr sprachlos – souverän argumentieren

Herablassende und menschenfeindliche Äußerungen begegnen uns überall. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene werden in Schule und Berufsleben, im Alltag oder privaten Umfeld damit konfrontiert. Oftmals fehlen ein sicheres Auftreten und die richtigen Argumente, um dem verbalen Angreifer Einhalt zu gebieten und die Situation zu deeskalieren.
Das passende Vokabular und Sachlichkeit sind wichtige Grundlagen, um eine gefühlsbetonte Auseinandersetzung zu vermeiden, sich richtig zur Wehr zu setzen und überzeugend zu argumentieren.

Vorbereitungsphase:
Teamgespräche
Detaillierte Abstimmung des Konzeptes mit dem Kooperationspartner.
Bewerbung der Veranstaltung

Hauptphase:
Im Rahmen einer sechsstündigen Veranstaltung werden die Teilnehmer*innen gemeinsam mit der Referentin, auch an Praxisbeispielen, üben, wie man sich in schwierigen Situationen verhalten kann. Die eigene Meinungsbildung und das Widersprechen sowie entsprechendes Positionieren für wichtige Thematiken sollen dabei herausgearbeitet werden. Die Teilnehmer*innen lernen, wie sie ihre eigenen Grenzen aufzeigen und mit anderen wieder ins Gespräch kommen. Wichtiger Bestandteil der Veranstaltung ist das Aufzeigen der Mechanismen, welche bei Vorurteilen wirken.
Im Anschluss wird gemeinsam im Plenum diskutiert und das eigene Verhalten reflektiert.

Nachbereitungs- und Nachhaltigkeitsphase:
Angedacht ist ein erneutes Treffen mit den Teilnehmer*innen, in welchem noch einmal gezielt über Erlebnisse im Anschluss an die Veranstaltung gesprochen werden kann. Dabei wird es interessant sein, in welchen Bereichen und Situationen sie das Argumentationstraining anwenden und umsetzten konnten.

Neben der Präventions- und Aufklärungsarbeit spielt auch die Umsetzung von Gender Mainstreaming eine Rolle, denn sowohl beim Vortrag selbst als auch in der späteren Übertragung des Gelernten in die Praxis werden die unterschiedlichen Lebenslagen von Frauen und Männern und die Auswirkungen auf beide Geschlechter berücksichtigt werden. Es wird beobachtet werden, ob Männer und Frauen unterschiedlichen Anfeindungen ausgesetzt sind und wie man die Ausgangssituation beider Geschlechter stärken kann. Bei der Durchführung und Bewerbung des Projektes wird auf geschlechtssensible Sprache und Darstellung geachtet.
Des Weiteren geht es bei dieser Veranstaltung auch darum, Menschen mit Beeinträchtigung zu stärken für den Fall, dass sie herablassenden Kommentaren ausgesetzt sind. Ein barrierefreier Zugang ist möglich (Inklusion).
Die Vielfalt in unserer Gesellschaft bewirkt auch die Vielfalt der Kommentare, die der ein – oder andere tagtäglich zu hören bekommt. Wichtig wird es bei dieser Veranstaltung sein, gerade diesen diversity-Aspekt positiv zu belegen.

Im Falle eines pandemiebedingten Ausfalls wird die Kreisvolkshochschule versuchen, diese Veranstaltung in verkürzter Form in einem virtuellen Kursraum online durchzuführen.