3. Februar 2023

Kreativ – In eine gemeinsame Zukunft

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Im Jahr 2020 sollte ein Theaterprojekt zum Thema „Europa gemeinsam für die Nachhaltigkeit“ durchgeführt werden, dass aufgrund der Covid19-Pandemie leider nicht wie geplant durchgeführt werden konnte.
Gemeinsam haben wir uns eingelassen und das Projekt konnte auf kreativ-künstlerische Weise die Emotionen und Gefühle der Schüler*innen in dieser Zeit auffangen und gleichzeitig in Bildern zum Ausdruck bringen.

Präventive Ansätze sind notwendig, um nicht nur ein Bewusstsein, sondern auch eine Sensibilität für Toleranz-, Respekt- und Demokratieverständnis zu entwickeln und diese zu fördern. Dazu zählt auch, Jugendlichen, unabhängig von deren sozialer, kultureller oder ethnischer Herkunft, die Chance der Teilhabe an kultureller und politischer Bildung zu ermöglichen und sie zu sensibilisieren, selbst einen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft zu leisten. Dabei ist es wichtig, über den eigenen Wohnort, den eigenen Kreis und das eigene Land hinauszuschauen und gemeinsam mit anderen über Möglichkeiten des nachhaltigen Lebens zu planen. Dies soll auch innerhalb des Erasmus-Konzepts unserer Schule verfolgt werden. Eine Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg mit dem Ziel, gemeinsam eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Die fridays-for-futur Kampagne zeigt, wie es möglich ist, durch ein gemeinsames Vorgehen einen Einfluss auf politische Entscheidungen zu haben.

Das Projekt in 2020 hat uns gezeigt, dass es umso wichtiger ist die Empfindungen aller Schüler*innen aufzufangen um unsere gemeinsame Zukunft zu stärken. Mit Hilfe des Projektes in 2021 sollen die Schüler sensibilisiert und motiviert werden, so dass sie ihre demokratischen Möglichkeiten nutzen, um eine lebenswerte Zukunft auf kreative Art zu schaffen.

Die Daniel Theysohn IGS Waldfischbach-Burgalben ist eine Integrierte Gesamtschule mit circa 700 Schüler/innen. Es fanden bereits mehrere Aktionen zum Thema Bürgerschaftliches Engagement im Bereich Nachhaltigkeit statt, z.B. Krötensammlungen während ihrer Wanderung, Müllsammelaktionen und das Anlegen eines eigenen kleinen Schulgartens. Die Daniel Theysohn Stiftung ist hierbei ein wertvoller Partner, die sich bereits beim Schulgarten sehr engagiert hat.

Wenn Schule sich in diesen Tagen trotz der Corona-Pandemie weiterhin oder erst recht mit dem Thema Demokratie auseinandersetzt, ….

Je früher Kinder an Themen demokratischer Entwicklung herangeführt werden und erkennen welchen Einfluss sie mit ihren Ideen und Vorschlägen haben desto selbstverständlicher wird ihr kritischer und engagierter Umgang mit dieser sozialen und auch politischen Herausforderung.

Die Projektwoche 2021 soll daher einerseits an die geleistete Arbeit in der Projektwoche des Vorjahres anknüpfen und gleichzeitig unter dem Motto „Kreativ – In eine gemeinsame Zukunft“ neue Perspektiven eröffnen.

Ein kreativ-künstlerisches Projekt bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit ihrem Wissen und ihren Ideen aber auch mit ihren Fragen, Sorgen und Zukunftsängsten einzubringen und spielerisch neue Wege zu erproben. In dem Bereich „Theater“ können Szenen aus dem Alltag nachgespielt und im Team Handlungsalternativen erarbeitet werden. Im Bereich „Medien“ oder der „Bildenden Kunst“ können diese Bilder visualisiert werden und nachhaltig wirken.
Ziel ist es, die jungen Menschen durch diese Erfahrungen zu stärken und zu
ermutigen, Einfluss zu nehmen auf soziale und politische Entscheidungen,
die ihre Zukunft betreffen.

Projektverlauf / Vorgehensweise:

An fünf Projekt-Tagen lernen sich die Teilnehmer/innen durch das Erzählen von persönlichen Erfahrungen, ihren Zukunftsängsten und -planungen in Gesprächen besser kennen. Anschließend findet eine Ideensammlung zu dem Thema statt, die als Grundlage einer künstlerischen Umsetzung dient. Dabei soll die Bedeutung einer gemeinsamen und engagierten Zusammenarbeit zum Erreichen von Zielen im eigenen Umfeld thematisiert werden. Ein gemeinsames entstandenes kreatives Ergebnis wird den Abschluss der künstlerischen Zusammenarbeit bilden. Zum Projektabschluss finden sich die Teilnehmer/innen nochmals zusammen, um das gemeinsam Erlebte zu reflektieren.

Vorgehensweise / Geplante Phasen:
Die Vorbereitungsphase findet im Zeitraum Februar/ März statt, die fünf Workshop-Tage zum aktuellen Thema sowie die Nachbereitung und Projektdokumentation finden im Zeitraum von November bis Dezember 2021 statt.

allgemeine Vorbereitungsphase:
Vorbesprechungen zwischen Lehrkräften der IGS Waldfischbach-Burgalben und den Dozenten/Innen der JuKuWe
Einführungsworkshops in die Thematik (2 Workshops á 6 Std. mit 2 Dozenten*innen aus dem Team der JuKuWe
Vertiefung der Inhalte im Team: Thematik wird durch Lehrkräfte im Unterricht aufgegriffen, um die Schüler/innen für das Thema zu sensibilisieren
ggf. Vorstellung des Projektes im Begleitausschuss
eigenes Nachhaltigkeitskonzept der Schule wird erstellt

Hauptphase (November 2021):
Durchführung der Projekttage in den Klassenstufen 8 bis 13:
Vielfalt – Ideen, Vorstellungen der Jugendlichen abfragen/ sammeln
Weiterführung des Erarbeiteten in die praktische Umsetzung der Projekttage mit der JuKuWe Pirmasens (November 2021)
3 Workshoptage (in der Projektwoche) am Stück zu je 6 UE´s mit 2 Dozent*innen aus dem Team der JuKuWe
Weiterarbeit im Unterricht, geleitet durch die Lehrkräfte

Nachbereitungsphase/ Nachhaltigkeitsphase (November/Dezember 2021)
Dokumentation der Projekttage und der Ergebnisse
Reflexion und Ausblick
Thema wird regelmäßig im Unterricht aufgegriffen und kann so weiter in kleine Projekte münden und im Bewusstsein bleiben, auch in den nachfolgenden Klassenstufen
Einbindung ins Eramsmus+Projekt bis Sommer 2022

Methoden:
Kennenlernen, Inhaltliche Workshops, Sichten und Sammeln von Informationen, Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sichtweisen und Argumentationen zum Thema Veränderungen in der Lebenswelt sowie Umsetzung der Informationen und der erarbeiteten Inhalte (Demokratieverständnis, Partizipation, kulturelle und individuelle Vielfalt, Förderung von sozialen Kompetenzen, Selbstverantwortung, Zuversicht für die Zukunft durch gemeinsames Engagement )
Die kreativ-künstlerische Umsetzung der Thematik
Emotionales Auseinandersetzen mit dem Thema
Aufarbeiten von Ängsten, Sorgen und Unsicherheiten
Gemeinschaftsgefühl (Stärke in der Gruppe)
Ganzheitlicher Ansatz
Ansprechen des Publikums auf affektiver Ebene, Sensibilisieren und Gewinnen für ein Zukunftsprojekt
Diskussion und Reflexion mit Teilnehmer/innen und Zuschauern

Stufenübergreifendes Arbeiten auch mit Integrationskindern

Gender Mainstreaming:
Anliegen und Erfahrungen von Mädchen ebenso wie die von Jungen werden in die Planung, Durchführung, Überwachung und Auswertung des Projektes einbezogen.

Diversity:
Wird als Menschenrechtsansatz, der vielfältige, komplexe Lebenslagen und Erfahrungen anerkennt und auf gleiche Teilhabechancen und Rechte abzielt beachtet.

Inklusiver Ansatz:
Ist Voraussetzung für Diversity Mainstreaming, welches jedem Menschen die Möglichkeit geben soll, sich an allen relevanten gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen – und zwar unabhängig von individuellen Fähigkeiten, kultureller, ethnischer wie sozialer Herkunft, Religion, Geschlecht oder Alter.

Für unser Projekt bedeutet dies, dass die Entwicklung, Organisation, Implementierung und Evaluierung von Entscheidungsprozessen, Beteiligungsformen und Maßnahmen so betrieben werden, dass in jedem Bereich und auf allen Ebenen die Ausgangsbedingungen und deren Auswirkungen für jede und jeden Einzelnen berücksichtigt werden.